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Fragen und Antworten

  • Rentiert sich eine Photovoltaik-Anlage trotz sinkender Einspeisevergütungen?
  • Wie hoch ist die aktuelle Einspeisevergütung? 
  • Wieviel Cent kostet der selbstproduzierte Strom pro Kilowattstunde? 
  • Welche Dächer eignen sich?
  • Gibt es vergünstigte Darlehen?
  • Monokristallin, Polykristallin oder Dünnschichtmodule?

Rentiert sich eine PV-Anlage trotz sinkender Einspeisevergütungen?

Ja. Nicht die Höhe der Einspeisevergütung, sondern der Stromertrag im Verhältnis zu den Investitionskosten entscheidet über die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage. Und weil die Investitionskosten immens gesunken sind, können die staatlichen Fördermaßnahmen inzwischen zurückgefahren werden.

Zu Zeiten von 56 Cent Vergütung pro kWh kostete ein kWp den Betreiber über 6000 EUR. Zur Zeit beträgt die Einspeisevergütung mit 24,43 Cent (bis 30 kWp Anlagengröße) weniger als die Hälfte zu unserem Beispiel, die Investitionskosten liegen aber mit 1800 - 2400 EUR pro kWp im Verhältnis deutlich unter den damaligen Investitionskosten.

Sie sehen, die Rendite einer PV-Anlage hat sich trotz sinkender Einspeisevergütungen sogar noch weiter verbessert.

Wie hoch ist die aktuelle Einspeisevergütung?

Für die Einspeisung Ihnes Solarstroms in das öffentliche Stromnetz werden Ihnen garantierte Abnahmepreise gezahlt. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2000 mit der Novellierung von 2009 und 2010 regelt die Höhe der Vergütungssätze. Für Neuanlagen, die ab dem 1. Januar 2012 und bis zum 30.06.2012 in Betrieb gehen, erhält der Betreiber von seinem Energieversorger für das Jahr der Installation und für weitere 20 Jahre folgende Vergütungssätze:

 Anlage auf oder an Gebäuden bis 30 kWp       
24,43 Cent/kWh
 bis 100 kWp23,23 Cent/kWh
 bis 1000 kWp21,98 Cent/kWh
 Zum Vergleich: Typischer Strompreisca.23  Cent/kWh

Der Direktverbrauch/Selbstverbrauch ist eine immer interessanter werdende Form des selbst erzeugten Solarstroms. Gefördert werden nun Photovoltaik-Anlagen bis zu 500 kWp (vorher 30 kWp), womit über den privaten Selbstverbrauch hinaus auch der Eigenbedarf von Energie verbrauchenden Unternehmen gefördert wird. Der Selbstverbrauch von bis zu 30% der erzeugten Energie wird mit einem Bonus von 8,05 Cent/kWh bis 30 kWp, mit 6,85 Cent/kWh von 30,01 bis 99,99 kWp und mit 5,60 Cent/kWh ab 100 kWp zusätzlich zur Volleinspeisung vergütet. Die Menge, die über die 30% hinausgeht, erhält sogar einen Bonus von 12,43 Cent/kwh bis 30 kWp und 11,23 Cent/kWh von 30,01 bis 99,99 kWp und 9,98 Cent/kwh ab 100 kWp.

Der Direktverbrauch steigert zusätzlich Ihre Rendite. Mehr Informationen gibt dieses Merkblatt. Gerne ermitteln wir für Sie, wie Sie von dieser Variante der Einspeisevergütung profitieren.

Jetzt handeln: Der Vergütungssatz bleibt über 20 Jahre konstant mit dem Satz, der im Installationsjahr gültig ist. Allerdings: Jedes Jahr später, in dem die Anlage an das Netz geht, reduziert sich der über 20 Jahre gültige Vergütungssatz.


Wieviel Cent kostet der selbstproduzierte Strom pro Kilowattstunde?

Eine Beispielrechnung sieht wie folgt aus:
Preis einer schlüsselfertige Anlage Viessmann & Böttger mit 10 kWp: 19.000 EUR netto.
Für 20 Jahre Betriebskosten und einen ev. Wechselrichtertausch rechnen wir 25% des Anlagenpreises, die Gesamtkosten sind also 19.000 EUR + 25% = 23.750 EUR

Diese Anlage produziert bei 900 kWh / kWp = 9000 kWh im Jahr.
Dies ergibt mit Abschlag Degradation (Leistungsrückgang) ca. 170.000 kWh in 20 Jahren.

Ergebnis: Die selbst produzierte Kilowattstunde kostet 23.750 EUR / 170.000 kWh = 14 Cent.
Für selbst erzeugten und selbst verbrauchten Strom erhalten Sie einen Bonus in Höhe von 8 Cent pro kWh. Die selbst verbrauchte Kilowattstunde kostet also nur noch 6 Cent.

Welche Dächer eignen sich?

Den besten Wirkungsgrad erreichen Sie bei einer Ausrichtung des Daches nach Südwesten, Süden oder Südosten. Das Dach sollte nicht völlig flach und nicht allzu steil sein. Ideal ist eine Dachneigung von 15 bis 60 Grad. Flachdächer hingegen können mit Modulen optimal positioniert werden. Dem Diagramm können Sie entnehmen, welchen Wirkungsgrad Sie bei welcher Ausrichtung und Dachneigung erzielen können. 



Gibt es vergünstigte Darlehen?

Ja, der Bund fördert die Finanzierung von Photovoltaikanlagen mit sehr günstigen Darlehen von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Die aktuellen Konditionen können bei der KfW-Förderbank abgerufen werden.

Folgende Institute bieten ebenfalls bundesweite Solarkredite an: Deutsche Kreditbank (www.dkb.de), GLS Gemeinschaftsbank eG (www.gls.de), Umweltbank (www.umweltbank.de).


Monokristallin, Polykristallin oder Dünnschichtmodule?

Bei monokristalline Modulen werden die Solarzellen aus dem gleichen Material hergestellt wie Mikrochips für Computer und Elektronik. Durch ihren besonders guten Wirkungsgrad nutzen sie die verfügbare Fläche optimal aus.

Polykristalline Zellen besitzen unregelmäßig angeordnete Kristalle. Sie können besonders einfach und günstig hergestellt werden und haben dadurch ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis, brauchen aber etwas mehr Fläche.

Mit der Dünnschichttechnologie können auch suboptimale Standorte mit hochrentablen Photovoltaik-Anlagen bebaut werden. Bei teilweiser Verschattung, einem sehr steilen oder sehr flachen Dach oder bei einer ungünstigen Himmelsrichtung liefern diese Module mehr Strom als kristalline Module.




Gerne beraten wir Sie direkt vor Ort.
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